Laserschneiden
Laserschneiden von Rohren
Roboterschweißen
Blech biegen-kanten
Stellen Sie sich eine Produktionshalle vor, in der ein Rohr aus Baustahl roh, gerade und ohne jegliche Vorbereitung in die Maschine gelangt – und als fertiges Bauteil mit Schweißfase, schräg angeordneten Bohrungen und aufgebrachter Chargennummer wieder herauskommt, vollständig montagebereit. Keine zusätzlichen Arbeitsstationen, kein Umrüsten, kein Warten in der Warteschlange vor einer zweiten Maschine. Das ist keine Zukunftsvision, sondern der Arbeitsalltag in Betrieben, die mit der Laserschneidanlage ADIGE LT 8.20 ausgestattet sind – einer der fortschrittlichsten Lösungen der Lasertube-Familie von BLM GROUP.
Bei Pro Metal Form arbeiten wir täglich mit Technologien, die einen realen Einfluss auf die Qualität und das Tempo der Produktion unserer Kunden haben. Werfen wir daher einen genaueren Blick darauf, was die ADIGE LT 8.20 zu einem der vielseitigsten Systeme für das Schneiden von Rohren und Profilen auf dem Markt macht.
Das Herzstück des Geräts ist eine Faserlaser-Quelle mit einer Leistung von 3 bis 5 kW. Das ist kein geringfügiger technologischer Unterschied – es handelt sich um einen grundlegenden Wandel im Ansatz zum Metallschneiden. Faserlaser erzeugen einen Strahl mit außergewöhnlicher Energiekonzentration und Stabilität, was in der Praxis eine schmalere Wärmeeinflusszone und sauberere Schnittkanten bedeutet, selbst bei großen Materialstärken.
Im Vergleich zu herkömmlichen CO₂-Systemen bietet die Fiber-Technologie reale Vorteile, die sich direkt auf Kosten und Produktionsqualität auswirken:
Gerade diese Eigenschaften ermöglichen es der ADIGE LT 8.20, eine hohe Leistung bei vergleichsweise geringem Energieverbrauch aufrechtzuerhalten – die Maschine benötigt im Durchschnitt 16 kW beim Schneiden mit Sauerstoff und 21 kW beim Schneiden mit Stickstoff, was bei einer Laserleistung von bis zu 5 kW eine sehr vorteilhafte Energiebilanz des gesamten Systems ergibt.
Wenn ich ein einziges Merkmal nennen müsste, das die ADIGE LT 8.20 am stärksten von der Konkurrenz abhebt, wäre es der 3D-Schneidkopf BLM GROUP Tube Cutter mit Schwenkfunktion bis 45°. Diese Lösung hebt das Rohrschneiden auf eine völlig neue Ebene.
Statt das Schneiden als einzelne, senkrechte Bewegung zu behandeln, ermöglicht der Kopf das Ausführen von Schweißfasen, komplexen Schrägbohrungen und anspruchsvollen Geometrien – alles in einer einzigen Aufspannung, ohne das Werkstück zwischen verschiedenen Stationen umzusetzen. In der Praxis bedeutet dies:
Für Branchen wie die Automobilindustrie oder den Stahlbau, in denen die präzise Vorbereitung von Bauteilen für das Schweißen über die Qualität der gesamten Konstruktion entscheidet, ist dies eine Veränderung von großer praktischer Bedeutung.
Die ADIGE LT 8.20 verarbeitet Rohre und Profile mit einem Durchmesser von bis zu 240 mm und einem Gewicht von bis zu 40 kg pro laufendem Meter, wobei die Länge des geladenen Materials je nach Anlagenkonfiguration zwischen 2,5 und 12,5 Metern variieren kann. Dies eröffnet die Möglichkeit, ein wirklich breites Spektrum an Materialien zu bearbeiten:
Diese Vielseitigkeit ermöglicht es, mit ein und derselben Maschine sowohl kleine Möbelbauteile als auch schwere Konstruktionsprofile für den Industriebau zu bearbeiten.
Die Leistungsfähigkeit der ADIGE LT 8.20 beruht nicht allein auf dem Laser selbst – entscheidend ist vor allem das intelligent konzipierte System zur Be- und Entladung des Materials. Ein Magazin mit einer Kapazität von 5.000 kg ermöglicht einen stundenlangen, praktisch ununterbrochenen Betrieb ohne Eingreifen des Bedieners. Das Material gelangt unter Beibehaltung der korrekten Ausrichtung in den Bearbeitungsbereich, wodurch das Risiko eines Verklemmens oder einer Beschädigung des Rohrs ausgeschlossen wird.
Für Unternehmen, die Kleinserien oder Prototypen fertigen, ist der Stepper-Loader eine unschätzbare Lösung: Er ermöglicht die Zuführung einzelner Rohre nacheinander, ohne den Prozess zu unterbrechen – besonders nützlich bei der Bearbeitung offener Profile, Spezialprofile und IPE-Träger. Darüber hinaus ist der Loader umkehrbar, sodass das fertige Bauteil von derselben Position entladen werden kann, an der es geladen wurde.
Für Versionen mit einer Ladelänge von 6,5 und 8,5 Metern steht zusätzlich ein automatisches Turmlager zur Verfügung, das die Rüstzeiten weiter verkürzt – Stahlkisten mit Material werden bei jedem Produktionswechsel automatisch vom Turm zur Maschine transportiert.
Auf der Ausgabeseite gelangen die fertigen Bauteile entsprechend den programmierten Parametern in die jeweiligen Entladebereiche – das System umfasst einen angetriebenen Tisch an Vorder- und Rückseite, ein Förderband für kurze Teile sowie ein hinteres Metallförderband, das üblicherweise für Abfall vorgesehen ist.
Was moderne Lasertube-Systeme von gewöhnlichen Schneidanlagen unterscheidet, ist eine Reihe von Active-Tools-Funktionen, die im Hintergrund arbeiten und für Präzision und Wiederholgenauigkeit des Prozesses sorgen.
Active Scan erkennt automatisch Verformungen der Rohre, die durch Transport, Lagerung oder vorherige Bearbeitung entstanden sind, und korrigiert das Schneidprogramm laufend. Dadurch wird selbst ein leicht verdrehtes oder verformtes Rohr mit derselben Präzision bearbeitet wie ein vollkommen gerades Werkstück.
Active Tilt nutzt eine oszillierende Bewegung des Schneidkopfs, um die Zykluszeit der Bearbeitung zu verkürzen. Das System analysiert die Schnittgeometrie und optimiert die Bewegungen des Kopfs zwischen den einzelnen Vorgängen – bei komplexen Geometrien lässt sich die gesamte Bearbeitungszeit dadurch um 20–30 % verkürzen.
Active Marking bringt an den Werkstücken parametrische Kennzeichnungen an – Datum, Uhrzeit, Chargennummer oder Auftragsnummer – und gewährleistet so die vollständige Rückverfolgbarkeit der Produktion, die von Kunden und Branchennormen zunehmend gefordert wird.
Die ADIGE LT 8.20 verfügt über die CE-Kennzeichnung der Klasse 1, dem höchsten Sicherheitsstandard für Lasergeräte. Ein spezielles Schutzglas und der vollständig geschlossene Schneidbereich schützen den Bediener vor Laserstrahlung, während ein unabhängiges Sicherheitssystem an der Ladeeinheit das Einbringen eines neuen Rohrpakets ermöglicht, ohne die Produktion zu unterbrechen.
Eine intuitive Bedienoberfläche, ein hoher Automatisierungsgrad und ein minimaler Bedarf an manuellen Eingriffen sorgen für einen komfortablen Maschinenbetrieb auch während langer Produktionsschichten.
Eine moderne Maschine ist nicht nur Hardware, sondern auch Software, die sie mit dem übrigen Produktionsprozess verbindet. Die ADIGE LT 8.20 lässt sich in die ERP-Systeme des Unternehmens integrieren, was eine automatische Berichterstattung über den Arbeitsfortschritt, den Materialverbrauch und die Erstellung von Produktionsdokumentation ermöglicht.
Die Software Prometheus unterstützt die Produktionsabteilung bei der Kalkulation sowie bei der Wahl der optimalen Umsetzungsstrategie – sowohl für einzelne Bauteile als auch für ganze Losgrößen. Das System hilft zudem bei der Logistikplanung und der Analyse der Produktivität.
Ein interessanter Ansatz ist außerdem das Konzept All-In-One, das das Lasertube-System mit Rohrbiegemaschinen verbindet. Wird ein Bauteil zunächst geschnitten und anschließend gebogen, verursacht der Biegevorgang natürliche Verformungen – das geschnittene Rohr dehnt sich, und zuvor geplante Geometrien stimmen nicht mehr überein. Dank der Kommunikation zwischen den Maschinen von BLM GROUP kompensiert das System diese Längenänderungen automatisch, sodass das fertige Bauteil bereits beim ersten Durchlauf korrekt ist – ohne Nacharbeit und ohne Materialverlust.
Die Vielseitigkeit dieser Maschine sorgt dafür, dass sie in sehr unterschiedlichen Industriezweigen Anwendung findet:
In der Automobilindustrie wird sie zur Herstellung von Rahmenelementen, Abgassystemen, Fahrwerkskomponenten sowie Halterungen und Konsolen eingesetzt – das Winkelschneiden ist hier besonders wertvoll bei der Vorbereitung von Rahmenknoten und Karosserieteilen, die eine präzise Schweißvorbereitung erfordern.
Im Bauwesen und Stahlbau bearbeitet die Maschine Konstruktionsprofile, Träger, Fassadenelemente und Komponenten von Stützsystemen und ermöglicht die präzise Vorbereitung von Verbindungen sowie das Einbringen von technologischen Bohrungen direkt während des Schneidvorgangs.
Im Maschinenbau unterstützt sie die Fertigung von Maschinenrahmen, Getriebekomponenten, Hydraulikbauteilen sowie verschiedenster Halterungen und Befestigungen und verkürzt die technologische Prozesskette durch die Möglichkeit, komplexe Geometrien in einer einzigen Aufspannung auszuführen.
In der Möbel- und Inneneinrichtungsindustrie findet sie Anwendung bei der Herstellung von Metallmöbelkonstruktionen, Dekorationselementen, Geländern sowie Komponenten für Ausstellungssysteme, wobei das Schneiden unter verschiedenen Winkeln ästhetische Verbindungen ohne zusätzliche Nachbearbeitung ermöglicht.
Neben der reinen Schnittqualität bringt die Investition in die ADIGE LT 8.20 konkrete wirtschaftliche Vorteile. Fortschrittliche Nesting-Algorithmen ermitteln automatisch die optimale Anordnung der Bauteile auf der Stange, wodurch bei großen Produktionsvolumina bis zu 5–10 % Material eingespart werden können – bei den derzeitigen Stahlpreisen ein Unterschied, der sich spürbar in der Unternehmensbilanz niederschlägt.
Hinzu kommt eine Minimierung der Stillstandzeiten dank des automatischen Be- und Entladesystems sowie niedrigere Betriebskosten aufgrund der langen Lebensdauer der Laserquelle und der einfacheren Wartung im Vergleich zu CO₂-Systemen.
Die ADIGE LT 8.20 ist keine weitere Laserschneidanlage auf dem Markt – sie ist ein vollständiges Produktionssystem, in dem Fiber-Technologie, schwenkbarer 3D-Schneidkopf, fortschrittliche Automatisierung und intelligente Active-Tools-Funktionen zusammenwirken, um Unternehmen einen realen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Die Möglichkeit, im Winkel bis 45° zu schneiden, macht zusätzliche Arbeitsvorgänge überflüssig, verkürzt die Produktionskette und eröffnet neue konstruktive Möglichkeiten. In Verbindung mit hoher Präzision, Energieeffizienz und niedrigen Betriebskosten bildet dieses System ein solides Fundament für Unternehmen, die komplexere Projekte ohne Kompromisse bei Qualität und Produktionstempo realisieren möchten.
Für Betriebe, die eine Modernisierung ihres Maschinenparks planen, ist dies eine Investition, die sich nicht nur in Zahlen auszahlt – sondern auch in der Qualität, die sie ihren Kunden bieten können.